Das interaktive Kino für den Berliner Zoo 1994

Seiner Zeit weit voraus war 1994 das integrierte Medien- und Architekturkonzept des jungen Babelsberger Unternehmens Joest & Saunders Interactive Media Productions (J&S). Dieses Projekt hat bis heute seine Aktualität bei der crossmedialen Vermittlung didaktischer Inhalte im Zusammenwirken von Architektur, Medien und Internet nicht verloren. J&S  entwickelten anlässlich der internationalen Konferenz der Zoodirektoren in Berlin 1995 “Das interaktive Kino” für den virtuellen Zoobesuch weltweit überall dort, wo ein Medienpavillon in einem Zoo aufgestellt wird. Das Konzept zielt auf die Vernetzung der großen Zoos der Welt. Ein Besucher vom Berliner Zoo soll die Möglichkeit des virtuellen Zoobesuchs z.B. in Los Angeles oder Tokyo haben oder seinen Zoobesuch per (damals noch )CD “mitnehmen” können. Eine Schulklase in München kann per Internet den Berliner Zoo besuchen oder live einer Präsentation beiwohnen.

Die Vernetzung des interaktiven Kinos integriert als Gesamtkonzept der Medien und Bezugsgruppen sowohl ein allgemeines Besucherpublikum wie ebenso ein Netzwerk von Experten und Organisationen, die für den Artenschutz zusammen arbeiten.

Das Programmbesispiel für eine bedrohte Tierart vermittelt unterhaltsam und generationsübergreifend den Besuchern vom interaktiven Kino den Zusammenhang vom natürlichen bedrohten Lebensraum und der daraus abgeleiteten artgerechten Haltung.

Dieses Konzept wurde aus finanziellen Gründen leider nicht realisiert. Es bleibt zeitlos aktuell im Ansatz der erlebnisorientierten Vermittlung von Inhalten im crossmedialen Zusammenwirken von Architektur, Medien und Internet.